jugend debattiert

Seit 2004 dabei

Das E.I. nimmt seit 2004 am Bundeswettbewerb von „Jugend debattiert“ (link: www.jugend-debattiert.de) teil. Wir sind Mitglied des Schulverbunds Heidelberg-Mannheim, zu dem die IGH, Heidelberg, die Gregor-Mendel-Realschule, Heidelberg, und das Ursulinen-Gymnasium, Mannheim ebenso wie das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium, Weinheim, gehören.

Die Ziele von „Jugend debattiert“

Ziel des Projekts ist es, Jugendlichen die Debatte als Gesprächsform beizubringen, einen schnellen Meinungsaustausch, an dessen Ende eine Entscheidung steht. Anders als bei Diskussionen oder gar Talkshows geht es darum Regeln einzuhalten, die da sind: zuhören und ausreden lassen, beim Thema bleiben, Argumente suchen und Argumente fordern. Wer in dieser Weise Debattieren trainiert, wird rhetorisch besser geschult sein.

Der Weg

Das Training bietet, so das Begleitheft zu „Jugend debattiert“ die Möglichkeiten zu lernen, „das Thema zu treffen, sich kurz zu fassen, zum Punkt zu kommen [...] Gründe für die eigene Sicht anzugeben und die Gründe der anderen genau zu prüfen [...] gegensätzliche Meinungen auszuhalten und Konflikte sprachlich zu lösen“. All das getreu den Worten des Heidelberger Philosophen Hans-Georg Gadamer: „Nur wenn wir uns der möglichen Gegensicht aussetzen, haben wir die Chance, über die Enge unserer eigenen geistigen Voreingenommenheiten hinauszugelangen.“ 

Die Regeln

Und so lauten die Regeln der Debatte (wiederum aus dem Begleitheft zu „Jugend debattiert“):

  • Debattiert werden aktuelle politische Streitfragen. Jede Frage ist so zu stellen, dass sie nach einer konkreten Maßnahme fragt und nur mit ,Ja’ oder ,Nein’ beantwortet werden kann.
  • Debattiert wird zu jeweils vier Personen. Einen Gesprächsleiter gibt es nicht.
  • Die Debatte gliedert sich in drei Teile: Eröffnungsrunde, Freie Aussprache und Schlussrunde. In der Eröffnungsrunde hat jeder Teilnehmer die Streitfrage aus seiner Sicht zu beantworten, dann wird die Aussprache in freiem Wechsel fortgesetzt. Nach Ende der Freien Aussprache hat jeder Teilnehmer die Streitfrage im Lichte der geführten Debatte ein zweites Mal zu beantworten (Schlussrunde).
  • In der Eröffnungsrunde beginnt, wer die Änderung des bestehenden Zustands wünscht. Rede und Gegenrede wechseln einander ab. In der Schlussrunde sprechen die Teilnehmer in gleicher Reihenfolge wie in der Eröffnungsrunde. Dabei steht es jedem frei, seine Position gegenüber der Eröffnungsrunde zu verändern.
  • In der Schlussrunde sollen nur Gründe vorgetragen werden, die bereits in der Eröffnungsrunde oder in der Freien Aussprache genannt worden sind.
  • In der Eröffnungsrunde darf der einzelne Teilnehmer ohne Unterbrechung nicht länger als zwei Minuten sprechen. Die Freie Aussprache dauert insgesamt zwölf Minuten. In der Schlussrunde ist die Redezeit jedes Teilnehmers auf eine Minute begrenzt. Zwischenrufe gelten nicht als Unterbrechung.
  • Über die Einhaltung der Redezeiten wacht ein Zeitnehmer. Fünfzehn Sekunden vor Ablauf der Redezeit wird ihr nahes Ende durch einmaliges Klingelzeichen angezeigt. Das Überschreiten der Redezeit wird durch zweimaliges Klingelzeichen angezeigt und anschließend durch dauerndes Klingelzeichen unterbunden.

Der Zeitrahmen

Die Zeiten für die Eröffnungsreden und die Freie Aussprache können bei Bedarf gekürzt werden, z.B. auf anderthalb Minuten (pro Eröffnung) bzw. acht Minuten (Freie Aussprache). Für die Schlussrunde sollte jedem immer eine ganze Minute zur Verfügung stehen. Die gesamte Debatte dauert dann 18 (statt 24) Minuten.“

Die Wettbewerbsstadien

Der Bundeswettbewerb gliedert sich in verschiedene. Im Januar und Februar 2004 finden die Klassenwettbewerbe statt, daran anschließend der Wettbewerb der Schulverbünde. Im Anschluss an den Verbundswettbewerb werden die Sieger in einer dreitägigen Fortbildung professionell trainiert. Darauf folgen dann die Landeswettbewerbe, deren Sieger wiederum ein dreitägiges Profi-Training erhalten. Im Mai findet der Bundeswettbewerb in Berlin statt, das Finale in Anwesenheit des Bundespräsidenten. Bundessieger erhalten als Preis eine Akademie-Woche, in der sie noch einmal in professioneller Weise rhetorisch geschult werden, und Aufnahme in die Studienstiftung des deutschen Volkes.

Themen

Die Aufgabe im Wettbewerb ist immer gleich: Gemäß den Regeln debattieren vier Teilnehmer eine aktuelle politische Streitfrage vor Juroren. Bestimmen die Klassen ihre Streitfragen selbst, erfolgt die Auswahl der Themen des Schulverbund-, Landes- und Bundeswettbewerbs durch den jeweiligen Veranstalter. Die Themenliste wird vom Kuratorium „Jugend debattiert“ festgelegt. Allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern viel Glück, viel Spaß und viel Erfolg. Aber auch hier gilt wie so oft, dass nicht das Siegen das Wesentliche ist, sondern das Dabeisein. Weitere Infos mit Material zum Trainieren, zum Wettbewerbsverlauf und den Terminen finden Sie unter www.jugend-debattiert.de.