Vivien Betz und Lara-Sophie Kadmon bei der Preisverleihung des Wettbewerbs "Christentum und Kultur"Vivien Betz und Lara-Sophie Kadmon bei der Preisverleihung des Wettbewerbs "Christentum und Kultur"

E.I.-Schülerinnen erfolgreich beim Wettbewerb „Christentum und Kultur“

Die Schülerinnen Vivien Betz aus Nußloch und Lara-Sophie Kadmon aus Heidelberg haben beim Wettbewerb „Christentum und Kultur“ der evangelischen und katholischen Landeskirchen mit dem Film „Saving Angel – Melinda findet den Weg zu Gott“ den zweiten Platz belegt. Landesbischof Dr. Frank Otfried July überreichte jetzt in Stuttgart den Preis.

Das aufwühlende Thema Krankheit und Tod in Verbindung mit dem christlichen Glauben zum Inhalt ihres Films „Saving Angel – Melinda findet den Weg zu Gott“ zu machen, brachte den beiden Schülerinnen der zwölften Klasse des Englischen Instituts in Heidelberg ebenso großen Respekt der Jury ein wie der enorme Aufwand, der für die Realisierung des Projekts betrieben wurde. „In dem Film und den begleitenden wissenschaftlichen Ausarbeitungen wird dargestellt, wie sich die Lebenseinstellung in einer Phase der lebensbedrohenden Erkrankung verändert und welche Auswirkungen eine christliche Einstellung zeigt. Die Schülerinnen haben die Schauspieler unter ihren Klassenkameraden und Freunden rekrutiert und einen einstündigen Spielfilm geschaffen. Das Lob gebührt auch für ihre mutige thematische Ausrichtung auf das schwierige Thema Krankheit und Tod. Das Projekt zeichnet sich auch durch detaillierte Planung und eine beeindruckend aufwändige Umsetzung aus“, würdigte Oberstudiendirektorin Petra Wagner als Sprecherin der Landeskirchen-Jury den eingereichten Beitrag im Rahmen der Preisverleihung im Haus des Evangelischen Kirchenrats Stuttgart in der Landeshauptstadt. Im Film der beiden Autorinnen geht es um eine junge Frau, die an Leukämie erkrankt und im Laufe der Krankheit zum christlichen Glauben findet. Am Ende des Films verliert die junge Frau den Kampf gegen den Krebs und stirbt. Neben den Hinweisen auf eine christliche Selbsthilfegruppe durch die Ärztin im Film wird die Hauptfigur im Film, gespielt von Mitschülerin Clara von Frankenberg aus Heidelberg, auch vor allem von einem ihr erscheinenden Engel für den Glauben an Christus motiviert. Die beiden filmschaffenden 17-jährigen Schülerinnen arbeiteten - auf Anregung ihrer Religionslehrerin Nicole Mautner am Heidelberger Privatgymnasium - von Idee und Drehbuch bis zum Abschluss der Schnitt- und Ton-Arbeiten und der Premierenvorführung im Heidelberger Karlstorkino rund ein Jahr an diesem Projekt. Die Dreharbeiten erfolgten mit bis zu 20 Akteuren zum Jahresbeginn 2014. Die Stadt Heidelberg unterstützte das Projekt, indem sie das Kamera- und Filmschneide-Equipment der Kultureinrichtung Karlstorbahnhof zur Verfügung stellte. Gedreht wurden die Szenen unter anderem in den Räumen der Melanchthongemeinde in Heidelberg-Rohrbach. Der Schülerwettbewerb „Christentum und Kultur“ wurde zum zwölften Mal von den evangelischen  und katholischen Landeskirchen Badens und Württembergs unter Mitfinanzierung des Landes Baden-Württemberg ausgeschrieben. Er ist vergleichbar mit „Jugend trainiert für Olympia“ im sportlichen Bereich oder mit „Jugend musiziert“. Eingereicht wurden 73 Arbeiten von 94 Teilnehmern, die Auszeichnung bei der Feierstunde am 15. Januar in Stuttgart nahm Württembergs Landesbischof Dr. Frank Otfried July vor. Der erste Preis ging an die Mannheimer Gymnasiastin Sophie Raible, ein weiterer zweiter Preis an Matthias Christoph Henn aus Gundelfingen und einer von drei dritten Preisen in diesem landesweiten Wettbewerb an Raphael Mielke vom Bunsen-Gymnasium Heidelberg.

Julia Betz