Ein Rennwagen am E.I.Ein Rennwagen am E.I.

Ein Rennwagen am Englischen Institut

Das ziemlich schnell aussehende Fahrzeug, das am 18.04.2016 auf dem E.I.-Schulhof präsentiert wurde, erinnerte ein wenig an einen Formel 1 – Rennwagen. Dafür war es aber offenkundig zu klein. Es handelte sich vielmehr um die elektrisch betriebene Realisation eines Wagens der „Formula Student“. Dass es dabei um einen mit hohem technischem Aufwand realisierten Prototypen ging, ließ sich bei näherem Hinsehen erahnen und wurde von drei Ingenieurstudenten vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) in einem eindrucksvollen Vortrag belegt.

Einer der drei Studenten war Marc Etri, der 2012 am E.I. sein Abitur gemacht hat. Parallel zu seinem Maschinenbaustudium ist er jetzt, wie auch seine Mitstreiter Philipp Reis und Patrick Conrad, im Formula Student Team des KIT aktiv. Dabei geht es um die Entwicklung, den Bau und die Optimierung von Rennfahrzeugen mit Elektromotoren und Verbrennungsmotoren, mit denen die Studierenden bei internationalen Wettbewerben gegen Teams anderer Hochschulen antreten. Die Teams messen sich zum Beispiel bei der Beschleunigung auf einer Strecke von 75m und beim Langstreckenfahren über eine Distanz von 23km. In ihrem Vortrag vor einem Physikkurs der Stufe K2, einer zehnten Klasse und mehreren spontan hinzugetretenen Interessierten beleuchteten die drei Studenten unterschiedliche Teilaspekte der Fahrzeugentwicklung wie Antriebstechnik, Aerodynamik und Elektronik. An konkreten Beispielen gelang es ihnen, nachvollziehbar zu demonstrieren, wie unterschiedliche Entwicklungsaufgaben mit modernen Methoden der Ingenieurskunst bearbeitet werden: Wie gestaltet man zum Beispiel einen Tank, der auch bei wilden Slalomfahrten und entsprechend hin- und herschwappendem Treibstoff jederzeit eine verlässliche Benzinzufuhr garantiert? Alles in allem war der Auftritt der Karlsruher Studenten mit ihrem Rennwagen auch eine gelungene Werbeveranstaltung für Ingenieurstudiengänge, die sicher bei einigen E.I.-Schülerinnen und -Schülern Wirkung gezeigt hat. Das gehört auch durchaus zum Programm, denn die drei sind nicht nur für ihren Studentenverein Ka-Raceing, sondern auch als Botschafter des VDI, also des Vereins deutscher Ingenieure, unterwegs.

Elmar Breuer