Sommerschule Deutsch

Der Sommerkurs Deutsch findet - wie die Mathekurse – immer in den Sommerferien statt. Er richtet sich in erster Linie an diejenigen Schülerinnen und Schüler unserer Schule, die in Klasse 10 im Ausland waren.

Im Sommerkurs werden die wichtigsten Themen des Deutschunterrichts der 10. Klasse wiederholt, die auch in den Klassenarbeiten abgeprüft wurden und die relevant für die Kursstufe sind (Kurzprosa, Textgebundene Erörterung, (Barock-)Lyrik und eine Ganzschrift). Die Kurse sind so aufgebaut, dass die Schülerinnen und Schüler zunächst eine theoretische Einführung in das jeweilige Thema von der Lehrkraft bekommen, bevor es dann anschließend an Schreibübungen geht. Die Schüler sind in dieser zweiten Phase angehalten, selbstständig zu arbeiten, dürfen aber natürlich jederzeit Fragen stellen, falls sie Unterstützung beim Formulieren brauchen. Die entstandenen Texte werden im Plenum und /oder von der Lehrkraft korrigiert und zur Überarbeitung zurückgegeben. Durch diese Vorgehensweise kann jeder gezielt an den eigenen Stärken und Schwächen arbeiten. Daneben erhalten die Schülerinnen und Schüler nützliches Material für die K1 (z.B. Übersichtsblätter zum Aufbau einer Gedichtsinterpretation oder eine Liste, die die wichtigsten Stilmittel enthält).

Für eine sinnvolle gemeinsame Textstelleninterpretation ist es notwendig, dass sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Vorfeld den Roman „Agnes“ von Peter Stamm besorgen und diesen vor Kursbeginn lesen, so dass Textkenntnis vorausgesetzt werden kann.

Kristin Weis

MINT-freundliche Schule

In Ergänzung zu der 1946 gegründeten Dolmetscherschule entstand 1952 das Privatgymnasium Englisches Institut mit vollständig ausgebauten sprachlichen und naturwissenschaftlichen Zügen. Folgerichtig legten und legen Schulträger, Schulleitung und sonstige an grundsätzlichen Entscheidungen beteiligte Personen und Gremien ihr Augenmerk auf eine Unterstützung und Fortentwicklung des mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts wie mathematisch-naturwissenschaftlicher Aktivitäten im Allgemeinen.

Die Schule hat deshalb folgende Aktivitäten in ihr Schulprogramm aufgenommen:

Die Metropolregion Rhein-Neckar bietet vielfältige Möglichkeiten zu Exkursionen zum Thema "Naturwissenschaft und Technik", die wir zu außerschulischen Unternehmungen nutzen. Wir haben BASF, SAP, EMBL, das Haus der Astronomie in Verbindung mit der Landessternwarte in unmittelbarer Nähe und im weiteren Radius das Senckenberg Museum in Frankfurt, die GSI in Darmstadt bzw. die Grube Messel südlich von Darmstadt.
Sie alle gehören zu unseren Ausflugszielen, mit deren Besuch wir die Schülerinnen und Schüler mit der Vielfalt von Natur und Technik vertraut machen.
Auf unserem Programm steht weiterhin die Koordinierung von Schülerwettbewerben und -fortbildungen, die die Schülerinnen und Schüler zu besonderen Leistungen jenseits des gewohnten Schulalltags motivieren.

Dr. Armin Rasche, Steffen Haschler

Vorbereitung auf die Kommunikationsprüfung im Abitur

Die Kommunikationsprüfung ist ein verbindlicher Teil der Abiturprüfung. Die Schülerinnen und Schüler der 4-stündigen Englischkurse wählen, ob sie diese Prüfung als Einzel- oder als Tandemprüfung ablegen wollen. Bei der gezielten Vorbereitung auf diese Prüfung werden unsere Englischkolleginnen und -kollegen von Herrn Bennett unterstützt, der regelmäßig mit einzelnen Schülern oder kleineren Gruppen arbeitet. So ist ein sehr hoher Redeanteil seitens der Schülerinnen und Schüler gewährleistet und individuelles Feedback möglich. Die Prüfungssituation kann auf diese Weise öfter simuliert werden, was mehr Sicherheit und Routine garantiert. Die Abiturientinnen und Abiturienten profitieren in hohem Maße von diesem zusätzlichen Angebot.

Cordula Zelezny

Hier eine genaue Beschreibung der English Conversation Class von Herrn Bennett:

Raymond BennettRaymond Bennett

English Conversation Class

In der für die K1 und K2 entwickelten English Conversation Class werden zeitgenössische wie auch historische inter-/ nationale und globale Themen aus den Bereichen Gesellschaft, Kultur, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft mittels Bildmedien (Fotos, Zeichnungen, Karikaturen und Kurzfilmen) sowie Texte (Artikel, Interviews, Zitate) erörtert.
Dabei werden nicht allein vorgegebene Fragestellungen aufgegriffen. Die Schülerinnen und Schüler selbst bestimmen ebenfalls bei der Auswahl der Themen mit.

Zu Beginn der jeweiligen Conversation Class, die sich in der Regel aus nicht mehr als 5-6 Schülerinnen / Schülern zusammensetzt, werden Bilder und / oder Texte zunächst inhaltlich beschrieben und analysiert. Darauf erfolgt deren Interpretation, an welche sich, in einem dritten Schritt, die allgemeine Diskussion anschließt. Hierbei ist vor allem die Darlegung und Begründung der je eigenen Standpunkte ausschlaggebend.

In diesen Diskussionen werden die einzelnen Fragestellungen immer wieder auch länderübergreifend behandelt und auch auf die persönliche Situation, in der sich die Schülerinnen und Schüler befinden, bezogen.
So wurde beispielsweise im Rahmen des Themas „Healthcare in the U.S.A.“ / „Obamacare“ auch ein Vergleich der Krankenversicherungssysteme der U.S.A. und Deutschlands angestellt, der in Debatten über die Vor- und Nachteile gesetzlicher Krankenversicherung samt (vermeintlicher) Mentalitätsunter-schiede zwischen der U.S.- amerikanischen und bundesdeutschen Bevölkerung mündete.

Anders als bei der herkömmlichen Unterrichts- und Klassenstruktur mit 20-30 Schülerinnen und Schülern, ermöglicht das Setting in der Conversation Class die Fokussierung auf den mündlichen Ausdruck, wobei mitunter eine hohe Sprechdichte entsteht. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer können sich dabei jeweils frei zu Wort melden, um sich einzubringen.

Die Ziele der English Conversation Class liegen zwar offenkundig im allgemeinen Erlernen und Erweitern der sprachlichen Ausdrucksmöglichkeiten hinsichtlich der oben genannten Themenfelder; mindestens ebenso wichtig ist allerdings die Ausbildung einer strukturierten und flüssigen Argumentationsweise in der Zielsprache.

Darüber hinaus kommt dem individuellen Meinungsbildungsprozess, begünstigt durch den Austausch innerhalb der Gruppe, eine über das bloße Kommunizieren in der Fremdsprache hinausgehende tiefere Bedeutung zu; denn die behandelten Themen stehen sehr häufig im Zusammenhang mit den unmittelbaren und künftigen Lebenswelten der Schülerinnen und Schüler.

Das Themenspektrum der vergangenen Jahre reichte im Übrigen von „Multitasking Moms“ und „Gun Control in the U.S.A“ über „50 Jahre deutsch-türkische Freundschaft“ und „Extreme Sports“ bis zu nigerianischen Unternehmern, die in Nigeria „Barbies“ im landestypischen Stil produzieren.

Angesichts der gegenwärtigen Entwicklungen im anglo-amerikanischen Raum (der sogenannte „Brexit“ in Großbritannien und seine Folgen wie auch die Wahl Donald Trumps zum 45. Präsidenten der USA), die durchaus den Charakter (nicht nur) geopolitischer Umwälzungen haben könnten, wird es in den folgenden Monaten vermehrt um soziale und ethische Fragestellungen gehen.

Auch die vorhandenen populistischen Strömungen in Europa im Allgemeinen und Deutschland im Besonderen machen den Austausch über Wertvorstellungen und die Verständigung auf gemeinsame Werte notwendig.
In diesem Kontext versteht sich die English Conversation Class auch als ein Forum sozialer und politischer Bildung.

Raymond Bennett, English Conversation Teacher

 

Materiallisten im Schuljahr 2017/18

1. Klasse

2. Klasse

3. Klasse

4. Klasse

Zusatzunterricht in Englisch für unsere bilingualen 5. Klassen

Der bilinguale Zug beinhaltet, dass die Schülerinnen und Schüler in Klasse 5 zwei Stunden zusätzlichen Unterricht in Englisch erhalten. In diesen Stunden wird der Klassenverband aufgelöst, um so sehr homogene und auch kleinere Gruppen innerhalb der bilingualen Klassen entstehen zu lassen. Zu Beginn der Klasse 5 kommen die Kinder mit unterschiedlichen Vorkenntnissen zu uns. Einige unserer Schülerinnen und Schüler sind Muttersprachler oder haben längere Zeit im Ausland verbracht. In einer kleineren Gruppe können sie entsprechend ihren größeren Vorkenntnissen gefördert werden. Kinder mit geringeren Vorkenntnissen sind in einer homogenen, klassenübergreifenden Gruppe keinem allzu großen Druck ausgesetzt und können sich langsam entwickeln. Auf diese Weise können wir allen Kindern gerecht werden und sie gezielter fördern. Da wir im bilingualen Zusatzunterricht, der unabhängig vom Regelunterricht ist, nicht mit dem Lehrwerk der Klasse 5 arbeiten, können wir die Unterrichtsinhalte individuell auf die einzelnen Gruppen abstimmen. Je nach Gruppe wird der Schwerpunkt eher auf schriftliche oder mündliche Fertigkeiten gelegt, werden Texte gelesen oder selbst verfasst, wird im szenischen Spiel der Wortschatz ausgebaut oder beim Betrachten von Filmsequenzen das Hör- / Sehverstehen geschult. Der bilinguale Zusatzunterricht bietet so viel Raum für das individuelle Gestalten von Unterrichtseinheiten in Klasse 5.

Cordula Zelezny