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Polenreise der K1

Im Rahmen von „Ein Jahr, ein Land - Polen" machten Frau Gegg und Herr Haschler mit 14 Schüler*innen in der zweiten „E.I.-on-tour"-Woche eine Studienfahrt nach Polen. Ziel war es, Land und Leute besser kennen zu lernen. Als Methode wurde die Promenadologie verwendet, somit wurde fast alles erlaufen. Die Teilnehmer sollten sich aufteilen und jede Kleingruppe eigene Erlebnisse sammeln. Daher gibt es auch keine Polenreise, sondern viele Polenreisen, was sich auf die Art unseres Reiseberichtes auswirkt.

 

Die Reise begann am Montagmorgen mit einem Shuttle zum Flughafen Frankfurt, von welchem wir dann um 12:30 nach Krakow, Polen abgeflogen sind. Dort angekommen, sind wir mit dem Zug in die Nähe unseres Hotels gefahren. Wir haben uns kurz eingerichtet und durften bis 22 Uhr die Stadt etwas erkunden. Valerie, Maren und ich (Antonia) sind etwas durch die Innenstadt gelaufen, bis wir uns ein Restaurant gesucht haben und dort zu Abend gegessen haben.

Antonia Köhler, Valerie Steigleder

 

Am Dienstagmittag sind wir alle nach Auschwitz gefahren und haben dort eine Führung durch das Konzentrationslager bekommen. Zwar wurden wir alle durch den Geschichtsunterricht mit der Situation vieler Juden in Arbeits- bzw. Konzentrationslagern konfrontiert, vor Ort jedoch fühlten wir uns den Opfern viel näher und konnten uns das Leid von damals besser vorstellen. Einige in der Gruppe mussten oftmals mit ihren Tränen kämpfen. Da wir das Konzentrationslager zum ersten Mal live gesehen haben, war diese Erfahrung für viele etwas dramatisch. Die Schlafbedingungen mit eigenen Augen zu sehen und vor der Todesmauer der Erschießungen zu stehen, war für viele schwieriger als gedacht. Uns wurde das Glück bewusst, in dieser Generation zu leben; wir lernten unser Leben mehr wertzuschätzen und selbst die kleinsten Dinge in unserem Leben nicht als Selbstverständlichkeit zu sehen.

Anna Brissa, Joanna Campbell und Anna Makari

 

Nach dem Besuch von Auschwitz ging es zum Todeslager Birkenau. Jeder kennt wohl das Gebäude mit dem großen mundartigen Tor, durch das die Züge eingefahren sind. Das Lager war kleiner, als ich dachte, aber damit war für mich noch einsichtiger, dass hier industriell getötet wurde, wie es das vorher nie gegeben hat in der Menschheitsgeschichte, leider aber irgendwann wieder geben wird, wenn man sich heutige Entwicklungen in der Welt ansieht.

Steffen Haschler

 

Mittwochs haben wir mit kleinen Elektroautos eine Stadtrundfahrt durch Krakau gemacht. Es war sehr interessant, da wir verschiedene Stadtteile von Krakau, unter anderem die Altstadt und den jüdischen Stadtteil Kasimierz, besichtigt haben. Am Ende haben wir Zapjekanki gegessen, eine polnische Speise, die einem Baguette mit verschiedenen Beilägen ähnlich ist.

Sophie Krämer

 

Donnerstags haben wir in kleinen Gruppen Warschau erkundet. Zuerst haben wir uns den Campus der Universität angeschaut und sind anschließend durch die Altstadt gelaufen. Dort haben wir uns das Schloss und die Bibliothek angeschaut. Zum Mittagessen waren wir in einem traditionellen Restaurant und haben polnische Maultaschen gegessen. Abends gab es eine Filmnacht bei einem Freund von Herrn Haschler, in der wir passend zu unserem Besuch in Auschwitz den Film „Schindlers Liste" geschaut haben.

Franzi Hornig, Kathrin Kleiser und Luisa Rohde

 

Am letzten Tag sind wir mit einer Organisation namens „Free walking tour", die kostenlose Stadtführungen zu Fuß anbietet, mitgegangen. Die Tour, die wir belegt haben, ging durch den Stadtteil „Praga", der durch einen Fluss von dem restlichen Teil Warschaus abgetrennt wird. Dabei haben wir viel über die Geschichte der beiden Stadtteile gelernt und auch schöne Streetart gesehen. „Praga" ist der alternativere und eher ärmere Teil Warschaus. Am späten Mittag war die Tour dann zu Ende, woraufhin wir beschlossen, zu Fuß noch den Stadtteil etwas mehr zu erkunden. Schließlich gingen wir noch in ein Museum über Neon-Kunst. Es war ein sehr informativer und schöner Ausflug. Um vier haben wir uns alle am Hotel getroffen, um zusammen zum Flughafen zu fahren. Der Flug war durch Wetterbedingungen leider sehr verspätet.

Sophie Wöhlbier, Alina Grimm

 

Wegen des schlechten Wetters wurden wir von Frankfurt nach Köln und von dort nach Düsseldorf umgeleitet. Dort strandeten wir gegen 23 Uhr und Lufthansa meinte nur, es gäbe keine Hotels, sondern Feldbetten. Auch der Reiseveranstalter war wenig hilfreich, möchte im Nachzug aber immerhin dabei helfen, die entstandenen Transportkosten (Taxifahrt für fast 1400€) zurück zu holen bzw. beteiligt sich daran. Bei der Bundespolizei gab es einen netten Beamten, der noch versuchte, eine Hotline von Lufthansa zu erreichen, aber das scheiterte am Chaos bei Lufthansa. Wegen der großen Verspätung konnte dieser Reisebericht nicht mehr fertig gestellt werden, da heute (Sommerfest) Redaktionsschluss ist. Daher fehlen die Berichte von Vincent Wöhlbier, Konstantin Hermle und Maren Werner.
An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an die Reisegruppe, besonders an meine liebe Kollegin Svetlana Gegg, die die Hauptlast der Organisation großartig trug!

Steffen Haschler