Amsterdam Collage

K2 bei Rembrandt zu Hause!

Dieses Jahr reiste der Kunstneigungskurs nach Amsterdam und Den Haag, um - 350 Jahre später - das Leben von Rembrandt und weiteren holländischen Meistern des Goldenen Zeitalters nachzuempfinden. Gleich nach der Ankunft wurden wir drei Stunden lang zu Fuß durch die wunderschöne Stadt mit den schiefen Häusern geführt. Am Ende sagte uns die ältere Führerin: "Wenn Sie mich fragen würden, was typisch holländisch ist, wäre meine Antwort: Nichts!

Wir sind eine Kultur, die sich aus der Toleranz zu allen Kulturen und Religionen herausgebildet hat und bis heute aus diesem "Multikulti" gespeist wird. Die Tulpen wurden aus der Türkei importiert, das Porzellan aus China... " In der Tat: Viele Jahrhunderte später verdankt Amsterdam seine Beliebtheit bei den Touristen den "Goldenen Zeiten", in denen viel Geld für Kunst, Musik, Architektur und viele weitere schöne Dinge ausgegeben wurde! Als Beweis hierfür könnte man z.B. den Preis eines Gemäldes Rembrandts aufführen. Für sein großformatiges Gruppenportrait "Die Nachtwache" verlangte er mehrere Tausend Gulden. Dieser Preis war mit einem Jahresverdienst eines Metzgers oder Bäckers zu vergleichen. Damit wollen wir sagen, dass das, was wir unter "Kultur" verstehen, sich aus der Kreativität, Intelligenz und dem Schöngeist einiger Persönlichkeiten zusammensetzt. Und wären die Mäzenen nicht großzügig, wären die kreativ Schaffenden nicht mutig genug gewesen, sich dem "Schönen" zu widmen, hätten wir heute diesen "Reichtum" nicht genießen und bewundern können.

Doch was haben wir vom "Reichtum" in Amsterdam und Den Haag tatsächlich erlebt? Eine Grachtenfahrt bei Dämmerung: "Es war ein lustiges Erlebnis, in die vorhanglosen Fenster der Hausboote reinschauen zu können. Die Amsterdamer scheinen offen zu sein." Stadtführung: "Eine wunderschöne Stadt mit ausgefallener Architektur. Schiefe Häuser aus dünnem Backstein stützen sich gegenseitig. Die Bewohner huschen auf ihren Fahrrädern dahin ohne zu bremsen!" Rijksmuseum: "Endlich konnten wir Rembrandts Selbstportraits und weitere Werke "live" sehen. Sie sind wunderschön! Auch andere Werke der holländischen Meister des 17. Jahrhunderts sind spannend. Wie Bildergeschichten mit vielen symbolhaften Details erzählen sie uns über das Leben von damals." Mauritshuis in Den Haag: "Das Mädchen mit dem Perlenohrring und die Anatomiestunde des Dr. Tulp sind beeindruckend." Anne-Frank-Museum: "Vor dem Museumsbesuch führte uns ein Mann Mitte zwanzig in die Geschichte der Familie ein. Mit seiner  Leidenschaft, Menschen "aufklären" zu wollen, konnte er auch uns berühren." Was noch zu berichten bleibt: Mit unserer täglichen Dosis an Hollands traditionellem Munt thee (Minzetee) war uns trotz kaltem Wind mollig warm.

Frau Gegg, Frau Weisang und die Schülerinnen und Schüler aus dem Kunstkurs