Schuelerinnen und Schueler der Klasse 5a beim Einsatz von OzobotsSchuelerinnen und Schueler der Klasse 5a beim Einsatz von Ozobots

Grundlagen der Programmierung mit Ozobots

Da technische Grundkenntnisse eine Voraussetzung für die digitale Mündigkeit als Teil der Medienkompetenz, welche Schülerinnen und Schüler während ihrer Schullaufbahn entwickeln sollten, darstellen, werden am Englischen Institut bereits im Medienbasiskurs der 5. Klasse die Grundlagen der Programmierung vermittelt.
Damit kommen die Schülerinnen und Schüler schon in jungen Jahren in Kontakt mit einer Programmiersprache und können danach selbst entscheiden, ob sie sich weiter damit beschäftigen möchten oder nicht.
Bisher konnten wir dazu nur Software wie den Lightbot oder Scratch einsetzen, doch nach der großzügigen Spende der Hopp Foundation ist es seit diesem Schuljahr möglich, mit Ozobots zu arbeiten. Das sind kleine Roboter, die sich durch eine Blocksprache am PC oder per App programmieren lassen und einfachen Strichen auf hellem Untergrund folgen und dabei Farbcodes entlang des Weges verstehen sowie umsetzen können.

Während die Jungen eine Rennstrecke entwarfen und Wetten abschlossen, welcher Bot zuerst das Ziel erreichen würde (dabei wurden u.a. Beschleunigungscodes eingesetzt und bewusst Crashs in Kauf genommen), setzten die Mädchen ihre auf DinA4-Blätter gemalten Labyrinthe erfolgreich zusammen und ließen ihren Ozobots freien Lauf.
Dabei wurde viel gelacht und mitgefiebert. Die Schülerinnen und Schüler hatten sichtlich Spaß, die Bots dazu zu bringen, etwas nach ihren Wünschen zu tun.
In einer zweiten Runde begannen die ersten Schülerinnen und Schüler, ihre “cool aussehenden” Bots mit einer Blocksprache zu programmieren. Insbesondere Tänze und Disco-/Regenbogen-Beleuchtung wurden dabei umgesetzt. Das Einzige, was dabei störte, war die relativ lange Zeit, in der der eigene Code per “Morsesprache” über den Bildschirm des Rechners auf den Ozobot gespielt wurde.
Einer der Jungen hatte gleich noch einen Verbesserungsvorschlag: Er wünscht sich eine App, mit der man den Ozobot direkt steuern kann, um ihn dann per Gewichtsverlagerung des Handys durch die Labyrinthe steuern zu können.
Durch diesen ersten Kontakt mit Mikrocontrollern sind die Schülerinnen und Schüler noch lange keine Programmierexperten, jedoch haben sie erste Erfahrungen gesammelt, auf die in Klasse 7 im Aufbaukurs (unter Einsatz des Tools Calliope Mini) aufgebaut werden kann.
Einige Schüler waren so begeistert von den Ozobots, dass sie sich nun von ihrem Taschengeld einen eigenen Bot kaufen möchten, um den kleinen Roboter noch weiter entdecken zu können.

Steffen Haschler